Komplexität – darf’s noch etwas mehr sein?

Vor 100 Tagen haben ich den Agilosoph ins Netz gestellt. Zeit also für ein erstes Resümee. Hat sich die Arbeit gelohnt? Hat sich etwas entwickelt oder ergeben, was ohne diesen Blog nicht passiert wäre?

Ich habe z.B. einige Posts verfasst, die sich mit dem Thema Komplexität befassen. Durch die intensive Auseinandersetzung mit verschiedenen Aspekten von Komplexität, hat sich mir gezeigt, dass Komplexität weniger als Herausforderung des Umfeldes sondern viel mehr noch als Chance und Konzept für die eigene Organisation betrachtet werden muss:

  • Wir brauchen Komplexität, um komplexe Probleme lösen zu können.
  • Die komplexen Organisationen, die wir dafür brauchen, können wir nicht mehr beherrschen, weil sie  nicht vorhersagbar sind.
  • Allerdings brauchen wir sie auch nicht zu beherrschen, weil sie sich selbst organisieren können.

Wir brauchen Komplexität (in der eigenen Organisation), um die Komplexität (für unsere Kunden) reduzieren zu können. Wenn wir also unterstellen, dass wir in komplexen Märkten und Situationen arbeiten, dann ist der Ansatz alles zu regulieren, um es vermeintlich möglichst einfach zu gestalten, schon vom Grundsatz her falsch. Wir müssen Komplexität fördern und Selbstorganisation ermöglichen, um echte Problemlösung anbieten zu können. In diesem Sinne ist Komplexität nicht zu bekämpfen, sondern als Konzept für eine agile Organisation zu verstehen.

Vor 100 Tagen hatte ich noch eine anderen Blick auf Komplexität. Insofern hat sich zumindest für mich die Arbeit schon gelohnt. Wie ist es Euch ergangen? Darf’s noch etwas mehr sein? Und wenn ja, wovon?

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